Vererbung: Warum fällt aus Schoko kein Schwarz u.ä. .......Vererbung

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Dies soll nur ein grober Abriss der Erbfaktoren sein, die insbesondere für meine Zuchtgruppen von Bedeutung sind. Eine Bitte an alle Besucher dieser Seite:

Bitte bei Fehlern/Irrtümern oder gewünschten Ergänzungen eine Mail  an mich, damit ich korrigieren und erweitern kann! Dafür wäre ich euch sehr dankbar!
Bitte Fehler an mich melden!!!!!!!
Ich bin kein "Genetiker" und somit erhebt diese Liste auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielleicht fehlen auch Fachausdrücke oder irgendetwas ist missverständlich.....
Klickt also hier:

 
Serie Detail Wofür steht dieser Faktor nie kombiniert mit: unter-
drückt
Farbausprägung Bemerkungen
E-Serie (Schwarzfaktor)
- ohne Berücksichtigung der Weißscheckung -
E Steht für die komplette Ausdehnung schwarzen/schoko Pigmentes über den gesamten Körper   e oder nicht vollständig e p EE einfarbig schwarz/schoko oder Himalaya bei ca ca) E ep einfarbig schwarz/schoko evtl. mit ein paar roten Haaren, spalterbig e p ganz schwarz, wenn B vorhanden; Himalaya mit schwarzen Abzeichen bei "B", mit schoko "b" besitzt auch ein rotes Pigment, das allerdings verborgen im Untergrund ist
ep schwarzes/schoko MS mit Farbfeldern aus der roten Farbreihe bzw. lässt Schwarz/Schoko und Rot/Gold nebeneinander zu, auch Brindle   unvollständig dominant über e e p  e p reinerbig Schildpatt, evtl. mehr schwarze/schoko Anteile (schwarz/schoko bzw. agouti mit Rot) ep e Schildpatt, spalterbig in einfarbig rot/gold, evtl. weniger schwarze/schoko Anteile schwarz-rot gescheckt (Schildpatt), Himalaya mit fehlenden Points entweder durch Weißscheckung oder ep  auch für Brindel verantwortlich, aber rot/schwarz bzw. gold/schoko  nicht scharf von einander abgegrenzt
e verhindert die Ausdehnung von Schwarz/Schoko im Fell, lässt aber Pigment in Haut und Augen zu   es zeigt sich nicht A (agouti) e e einfarbig rot/creme/safran/buff/gold oder in Komb. mit weiß gescheckten, keine Kälteabzeichen möglich, höchstens dunkle Hautpigmention, wenn BB E e einfarbig schwarz/agouti, kann sich in einfarbig rot aufspalten einfarbig rot Mit e e entsteht in Verbindung mit den Aufhellungsfaktoren cr cr(ca) die Farbe Weiß d.e.  oder mit ca ca Weiß p.e.
 
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Farbausprägung Bemerkungen
B-Serie (Braunfaktor)

Siehe Beispiel 1 unten auf der Seite!

B Nötig zur Bildung von schwarzem Pigment in Fell und Haut   b B B (Schwarz) B b (Schwarz, Trägertier für Schoko) nie mit "braunen" Ausprägungen zusammen Rot selbst sollte B - nicht b - beinhalten, weil die Tiere mgl. dunkelhäutig gewünscht sind.
b Immer statt Schwarz: Braunfaktor (hellt auch die Augenfarbe ein wenig auf - Feueraugen) B wenn die Farbausprägung schoko zeigt   b b - Schoko
Tritt immer statt Schwarz auf. Somit kann aus zwei Schokotieren auch kein schwarz oder schildpatt etc. fallen!
    bildet "Verdünnungsfarben", z.B. beige. Auch aus der roten Farbreihe (weiß, creme, safran, buff, gold), die nur durch b statt B die gewünschte Hellhäutigkeit bekommen.
 
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Farbausprägung
ohne Berücksichtigung des Scheckungsfaktors
Bemerkungen
A-Serie (Agoutifaktor)
Siehe Beispiel 3 unten auf der Seite
A Agoutifaktor (Wildfarbe)   a oder ar A a in Kombination mit:
E ep/e oder ep ep/e
Die Tiere sind spalterbig in Agouti und zeigen A
A A/a   e e einfarbig in Rotausprägungen, die Tiere sind Agouti, zeigen es aber durch die Unterdrückung des schwarzen / schoko Anteils nicht alle Tiere, mit e e (kein schwarzes / braunes Pigment in Fell/Haut) könnten "unerkannt" den Agoutifaktor besitzen u. vererben. Sobald E oder ep ins Spiel kommt ist der Agoutifaktor in jedem Fall sichtbar - falls vorhanden!
a nonagouti     a a kein Agoutifaktor vorhanden      
ar oder ati Solidagouti (einschl. Bauchstreifen / auch am Bauch Haarbänderung mit Ticking, insges. dunkler als agouti)   a       Werden oft einfarbig geboren und entwickeln später ihre Haarbänderung, Haarspitzenfärbung fast nicht zu erkennen, Rot nur sehr kurz
 
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Farbausprägung Bemerkungen
S-Serie (Weiß-scheckungs-faktor) S keine Weißscheckung, unabhängig von Faktoren der E-Serie   unvollständig dominant zu "s" SS mit kleinen weißen Abzeichen mgl. S s bis 50 % weiß / weiße Flecken an den Füßen oder über den Körper verteilt Das ist die Theorie, aber man beachte, was dahinter steht!!!  
s Weißscheckung, unabhängig von Faktoren der E-Serie     s s 50 bis 95 % weiß s s starke weiße Fleckenbildung weiß gezeichnete Kronen der Crested nicht durch diesen Faktor!
 
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Farbausprägung Bemerkungen
Roan- / Schimmelfaktor Rn kann alle Farbe am Körper bis auf Kopf und Beine zu weiß reduzieren Rn
- lethal!!!-
rn Rn rn Schimmel/Dalmatiner Rn Rn  wirkt letal, die Tiere sind nicht lebensfähig. Daher Schimmel und Dalmatiner NIE untereinander und miteinander verpaaren!!!! Um verdeckte Schimmel zu vermeiden NIE Weißscheckung mit einkreuzen!!!
rn ohne Schimmelfaktor, kein Schimmel     rn rn (kein Schimmel)      
 
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Farbausprägung Bemerkungen
C-Serie (Farbintensität / Verdünnungsfaktoren) C Rot/Gold bzw. Schwarz/Schoko in voller Farbe der Grundfarben, keine einzelne Abweichung   cd, cr, ca, (cc) Immer "Vollfarbe" in Schwarz oder Schoko bzw. Sonderfarben da in jedem Fall dominat!     bei CC unverdünnte Farben und dunkle Augen! Bei Faktor b auch rubinrote Augen, außer bei p oder pr.
ck geringer Verdünnungsfaktor für Schwarz/Schoko, stärker für Rot/Gold           Gold entsteht nicht durch die rezessiven Faktoren der C-Serie sondern beim d.e. durch b b oder beim p.e. durch den Pink-Eye-Faktor pp.

Buff und Creme sind manchmal optisch schwer zu unterscheiden. Für die Farbausprägung kann z.B. auch der cr-Faktor oder ein Gelbverstärker mit auschlaggebend sein.

cd bringt Buff, falls reinerbig zweifach vorhanden!   cr, ca cd cd ergibt Buff oder Safran (pp zusätzlich), sowie dunkelsepia cd cr creme/dunkelsepia  
cr Chinchillafaktor, reduziert roten/goldenen Farbstoff zu weiß   ca cr cr  weiß (evtl. mit blauen oder rubinf. Augen)/ dunkel-sepia, sehr erwünscht für Silber-/Cinnamonagouti / Magpie cr ca ebenfalls die aufgeführten Farben, teilweise aufgehellt in Verbindung mit e e Weiß d.e.
ca "Himalayafaktor", bewirkt auch rote Augen (p.e.) da jegliches Pigment in Augen und Fell unterdrückt wird.     ca ca weiß
(evtl. mit dunklen Körperenden bei E oder e
p) mit p.e.)
Die schwarzen (bei "B*")/braunen (bei "b b") Abzeichen (Himalaya) sind so genannte Kälteabzeichen, die durch Absinken der Temperatur verstärkt werden. "e e"-Tiere zeigen keine Abzeichen, auch bei Weißscheckung kann es an den Stellen an denen die Scheckung auftritt keine Abzeichen geben.
cc Vollalbinismus (Existenz bei MS umstritten)            
 
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Farbausprägung Bemerkungen
Pink-eye-Faktor P Schweinchen, mit den der Fellfarbe entspr. Augenfarbe und Hautpigmentierung   p und pr        
p reduziert die schw. Farbe um ca. 80 %     pp (immer bei Lilac) pp mit verantwortlich für "argente" im Zusammenhang mit Agoutifaktor schwarz verdünnt zu blassgraurosa bzw. schokoladenbraun verdünnt zu blassgraubraun (beige) / hellt die Grundfarben auf und gibt rote Augen Bei roten Tieren können, wenn überhaupt nur geringe Auswirkungen auf die Fellfarbe und eine Aufhellung der Augen festgestellt werden.
pr oder pg Rubinaugenfaktor/Grau-Gen (reduziert die schwarze Farbe um ca. 50 %)   "p" pr Slate blue   blass grau-blau / slate blue mit dunkelroten Augen, bei bb sehr helles Schoko (coffee)
 
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Ausprägung Bemerkungen
Stirnrosette (Krone) NN oder st kein Schopf / Krone / keine Wirbel reinerbig nie mit Wirbeln oder Kronen rein rezessiver Faktor       Somit kann aus reinen Texel/Sheltie X Texel/Sheltie kein Coronet/Merino fallen!
St Stirnrosette (wenig Wirbel/immer dominant über st)   st, nicht Rh   St St (reinerbig) St NN (spalterbig) St nicht mit Rh kreuzen
 
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Ausprägung Bemerkungen
Rosetten-Bildung Rh Viel Wirbel/Rauhaarfaktor überlagert St, stören sich gegenseitig st, St Rh Rh (reinerbig) Rh rh (spalterbig)   hier gehört immer noch ein Verteilfaktor dazu
M Rosettenbildung weitgehend unterdrückt   unvollstän-dig dominant     Rh Rh + MM (m. Grad auf Rücken o. Wirbelung auf Füßen)
RhRh o. Rh rh  + Mm (fast immer zwei Rosetten und Rückengrad) beides bei Peruanern mgl.
m Rosettenbildung wird zugelassen        
 
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Ausprägung Bemerkungen
Satin-Gen
Siehe Beispiel 2 unten auf der Seite!
Sn Normalhaar (kein Satin)   sn Sn Sn (kein Trägertier) Sn sn (spalterbig = Satinträger)    
sn hohler Schaft (Satin), rein rezessives Gen     sn sn (IST Satin)      
 
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Ausprägung Bemerkungen
Rex-Gen
Siehe Beispiel 3 unten auf der Seite
Rx Normalhaar (keine Lockung)   rx Rx rx (Lockenträger)      
rx krauses Haar     rx rx (zeigt Lockung - immer reinerbig auf rx)     Somit kann aus Texel/Merino X Texel/Merino nie Sheltie/Coronet fallen!
 
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Ausprägung Bemerkungen
L-Serie (Haarlänge) L Kurzhaar (immer dominant)   l
(unvollständig)
LL (Kurzhaar) Ll (spalterbig, oft mit teilw. langem Fell, z.B. Schleppe)    
l Langhaar     ll (langes Fell)      
                 
                 

Beispiele:

Beispiel 1: Stell dir vor, du hast zwei Tiere. Eines mit der Farbe Schwarz (B B) im Fell, eines mit Schoko (b b) und unterstellen wir beide wären reinerbig. Nun möchtest du aus diesen zweien Schokotiere züchten. Jedes Jungtier übernimmt einen der jeweiligen Erbfaktoren vom Vater, einen von der Mutter:

1. Generation

In der ersten Generation werden ausschließlich Trägertiere für Schoko geboren! In der zweiten Generation 1/4 reinerbig schwarz, 2/4 Schokoträger und 1/4 Schokotiere. Schokoträger und reinerbige Tiere sind allerdings im Outfit nicht zu unterscheiden!!!!

2. Generation

 

Der Ursprungsbock mit Schwarz im Fell - dominanter Faktor B

 

Ein Böckchen aus der
1. Generation

B
dominant
B
dominant
B
dominant
b
reszessiv
Mutter mit Schoko - rezessiver Faktor b b
rezessiv
B b
Schokoträger
B b
Schokoträger

Mädchen aus der 1. Generation

B
dominant
 B B
reinerbig
schwarz
B b
Schokoträger
b
rezessiv
B b
Schokoträger
B b
Schokoträger
b
rezessiv
B b
Schokoträger
b b
Schokotier

Beispiel 2: Die Satineigenschaft - hier läuft die Vererbung ganz genau so wie beim Schoko! Natürlich ist es völlig egal, ob die rezessive Eigenschaft über den Bock oder das Mädchen kommt. Die Geschlechter sind immer austauschbar! Vererbt wird eine Faktor vom Vater und einer von der Mutter!

1. Generation

In der ersten Generation werden ausschließlich Trägertiere für Satin geboren! In der zweiten Generation 1/4 in Satin, 2/4 Satinträger und 1/4 Tiere, die reinerbig kein Satin tragen. Trägertiere und reinerbige Tiere sind allerdings im Outfit nicht zu unterscheiden!!!!

2. Generation

 

Der Ursprungsbock reinerbig nicht Satin (Sn)

 

Ein Böckchen aus der
1. Generation
- Satinträger

Sn
dominant
Sn
dominant
Sn
dominant
sn
reszessiv
Mutter in Satin - rezessiver Faktor sn sn
rezessiv
Sn sn
Satinträger
Sn sn
Satinträger

Mädchen aus der 1. Generation
- Satinträger -

Sn
dominant
 Sn Sn
reinerbig
nicht Satin
Sn sn
Satinträger
sn
rezessiv
Sn sn
Satinträger
Sn sn
Satinträger
sn
rezessiv
Sn sn
Satinträger
sn sn
Satin

 

Beispiel 3: Vergleich Vererbung dominater Faktoren wie A (Agouti) mit der Vererbung eines rezessiven Faktors rx für Locken:

Clementine X Karlsson
Vererbung Agouti - dominanter Faktor

Während der Agoutifaktor jedoch keine Träger ergeben kann, tragen auch die Sheltie aus dieser Verpaarung unweigerlich das Lockengen.

Clementine X Karlsson
Vererbung der Locken - rezessiver Faktor

So gibt es in dieser Verpaarung eine 50 %ige Chance auf Agouti!

Karlsson
zeigt Agouti / spalterbig

So gibt es in dieser Verpaarung eine 50 %ige Chance auf Locken!

Karlsson
zeigt keine Locken / spalterbig

A
dominant
a
rezessiv
Rx - keine Locken
dominant
rx - Locken
rezessiv
Clementine
nicht Agouti
a
rezessiv
A a
zeigt Agouti / spalterbig
a a
Nicht Agouti

Clementine
zeigt Locken -reinerbig

rx
rezessiv
Rx rx
zeigt keine Locken (Sheltie TT) / spalterbig
rx rx
zeigt Locken (Texel) / reinerbig
a
rezessiv
A a
zeigt Agouti / spalterbig
a a
Nicht Agouti
rx
rezessiv
Rx rx
zeigt keine Locken (Sheltie TT) / spalterbig
rx rx
zeigt Locken (Texel) / reinerbig

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