
Auf dieser Seite soll es um den Pflege- und Kostenaufwand für
Meerschweinchen - insbesondere Langhaartiere gehen. Solltet ihr zusätzlich noch
Fragen haben könnt ihr mich gerne anrufen oder:
Klickt hier:

Einstreu:
Da ich meine Leute in der Wohnung und draußen in der Hütte halte, streue ich
unterschiedlich ein. Draußen kommt zunächst eine Lage
Strohmehl in die Abteile und darüber eine Lage Hobelspäne
- insgesamt auch etwas dicker als im Wohnzimmer. Für die
Innenhaltung benutze ich ausschließlich Hobelspäne, weil sich hier das Strohmehl
nicht bewährt hat.
Beide Produkte kaufe ich in "Pferdeballen" bei der hiesigen Raiffeisengenossenschaft (je Ballen zur Zeit bei 8,50 €!). Kleinere Einheiten lohnen sich bei uns nicht. Auch für die Halter von z.B. nur zwei Meerschweinchen kann ich dies aus Kostengründen nur empfehlen, falls so viel Platz vorhanden ist, dass die Ballen trocken gelagert werden können.
Ausprobiert habe ich auch Stohpellets (als Unterlage für einen kastrierten Bock, der einen Abszess hatte wurde mir das vom TA empfohlen.) . Allerdings nicht mit Begeisterung da mir diese Einsteu schlichtweg zu teuer ist - trotz Einkauf in großen Einheiten. Auch mit den Saugeigenschaften war ich nicht so zufrieden.
Die Häufigkeit des Einsteuwechsels richtet sich selbstverständlich nach der Besatzstärke und der Größe der Gehege. Auch wird man im Zimmer einen etwas anderen Maßstab anlegen als in Außenhaltung. Aber zu bedenken ist, dass sich bei Unsauberkeit leicht Ballenabszesse bilden und Ungeziefer/Parasiten verstärkt aufkommen können!
Heu:
Mein Heu kaufe ich in kleinen Ballen (zur Zeit 2 €) bei meinem ortsansässigen Bauern. Das spart
Geld und man kann schon mal etwas großzügiger damit umgehen. Besonders im Winter
kann ich so in den Hütten ein Heunest anlegen lassen (das übernehmen die
Schweinchen) und sie haben es etwas kuscheliger und wärmer. Besonders da ich auf
eine Stroheinstreu verzichte.
Entsorgung:
Die Entsorgung der Einstreu ist für viele ein Problem. Wohl dem, der die
Möglichkeit hat, auf eigenem Misthaufen die Einstreu unterzumischen - Hobelspäne
verrotten sehr schlecht -. Als Grünabfall kann man bei uns in der Gemeinde
diesen "Müll" nicht unterbringen und muss mit dem Hausmüll entsorgen, was die
Kapazität so mancher Mülltonne sprengt und eine Entsorgung direkt beim Entsorger
ist enorm teuer.
Friseur:
Im Grunde habe ich es leicht. Da ich auf eine Vorstellung meiner Tiere bei
Ausstellungen verzichte kann ich Kletten im langen Fell schon mal eher mit der
Schere beseitigen als die Züchter, die ausstellen wollen. Zu bemerken ist, dass
bei stark verschmutzter und nasser Einstreu Kletten sehr viel mehr entstehen.
Meine "Glatten" (Coronet und Sheltie) kämme ich einmal wöchentlich durch und
schneide wenn nötig die Schleppe kürzer. Die Lockentiere werden fast nie gekämmt
- das mögen sie eh nicht..... Bei ihnen bändige ich wenn nötig die Pracht
ebenfalls mit der Schere und halte das Fell so kurz, dass sie sich nicht mit den
Krallen beim Laufen in den Behang treten.
Jede Woche - jedes
Tier:
Da ich nicht jeden Tag jedes Tier in die Hand nehmen kann, habe ich ein Ritual.
Ein Gesundheitscheck und eine allgemeine Kontrolle sind absolut erforderlich. Am
Freitagvormittag - ersatzweise Samstagvormittag - nehme ich jedes meiner Tiere
in die Hand.
1. Wiegen und das Gewicht in einer Liste registrieren, die Entwicklung
errechnen. Dies ist für alle wichtig, denn das Gewicht und seine Entwicklung
kann ein Kriterium für Gesundheit, Trächtigkeit und auch Verpaarung sein oder
werden.
2. Drehen, wenden, abtasten..... Kletten werden aufgespürt, die Augen
kontrolliert, das Fell auf Parasiten untersucht, unter dem Kinn auf Halsabszesse
abgefühlt, versucht eine Trächtigkeit zu ertasten.....
3. Der Friseur tritt in Aktion - siehe oben!
4. Ohrenkontrolle: Die schönen Schlappohren führen bei manchen Tieren zu nicht
unerheblicher Schmalzentwicklung und wenn erforderlich kann man das Ohr sanft
mit einem Q-Tipp reinigen. Wer nicht weiß, dass bei dunklen Ohrgängen der
Schmalz dunkel und bei hellen Ohrgängen der Schmalz hell ist, hat seinem
Tierchen noch nie unter die Ohren geschaut!
5. Selbstverständlich ist das auch der Zeitpunkt, an dem die Krallen und Füße
kontrolliert und ggf. ein Krallenschnitt durchgeführt wird! Besonders bei den
älteren Tieren ist die wichtig!
6. Wichtig für die Jungs ist es, die Tasche zwischen den Hoden zu kontrollieren
und ebenfalls mit einem Q-Tipp zu reinigen. Manche der Kerlchen sind sauber,
manche halt nicht. Außerdem ist es angesagt, den Penis unserer Langhaartiere zu
kontrollieren (durch leichten Druck auf den Bauch lässt sich dieser leicht
"ausfahren" - muss mal ein Foto machen....) und evtl. sauber zu machen. Hier
können sich bei den Deckaktionen schon mal Haare verfangen und vielleicht das
gute Stück abschnüren - auch bei den Kastraten! Wäre doch schade, wenn so ein
guter Zuchtbock irgendwann nur aus solchem Grund "nicht mehr kann".
Tierarzt:
Auch kleine Tiere können schwer krank werden!
usw.:
